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EnEV 2014: Drei Irrtümer zur Energieeinsparverordnung

Seit der Einführung der Energieeinsparverordnung befürchten viele Immobilienbesitzer hohe Kosten, die durch die erzwungene Sanierung ihres Eigentums auf sie zukommen. Es herrscht nämlich Unsicherheit darüber, was das Gesetz im Detail vorschreibt. Seit seinem Inkrafttreten, durch das sich die Bundesregierung den Rückgang des Energieverbrauchs in Haushalten verspricht, halten sich deswegen hartnäckige Gerüchte.

Was tun, wenn sich die Sanierung einer Immobilie nicht mehr lohnt?
Eigentümer müssen bis 31. Dezember 2015 die oberste Geschossdecke ihres Hauses so dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 Watt/(m²K) nicht überschritten wird. Dies ist nur dann vorgeschrieben, wenn die Einsparungen nach der Dämmung die aufgewendeten Kosten dafür ausgleichen. Die Energieeinsparverordnung legt keine Frist fest, in dem die Ausgaben zu erwirtschaften sind. In mehreren Urteilen sprechen Gerichte von einer Zeitspanne von circa zehn Jahren. Ist der Ausgleich in diesem Zeitraum nicht möglich, rentiert sich diese Sanierungsmaßnahme nicht. Der Immobilienbesitzer hat dann das Recht, keine Dämmung der Geschossdecke vorzunehmen.

Brauchen Immobilienbesitzer durch die EnEV 2014 einen neuen Energieausweis?
Inhaltlich ändern sich durch die EnEV 2014 Aspekte im Energieausweis. Beispielsweise sind die Energieeffizienzklassen aufzulisten. Außerdem ist es bei der Prüfung der Gültigkeit erforderlich, auf den Unterschied zwischen Energiebedarfsausweis und Energieverbrauchsausweis zu achten. Der Bedarfsausweis hält den theoretischen Energiebedarf des Hauses aufgrund objektiver technischer Daten fest. Der Verbrauchsausweis umfasst die in der Vergangenheit genutzten Energiemengen. Weitere Informationen zu dieser Abgrenzung finden Sie auf immowelt.de.

Vor dem 1. Mai 2014 ausgehändigte Energieausweise entsprechen in der Regel nicht den Bestimmungen der aktuellen Energieeinsparverordnung. Daher sind diese nur zum Teil weiterhin zehn Jahre ab Ausstellungsdatum gültig:
- Energiebedarfsausweise für Wohngebäude seit der EnEV 2002/2004.
- Bedarfs- und Verbrauchsausweise, die auf Basis der EnEV 2007 oder 2009 angefertigt wurden.
- Energieausweise, die Hausbesitzer freiwillig vor der EnEV 2007 beantragt haben, behalten nur unter bestimmten Voraussetzungen ihre Gültigkeit: So müssen die wesentlichen Energieträger für die Heizung sowie der komplette Energiebedarf oder Energieverbrauch angegeben werden. Entspricht der Energieausweis bereits den Anforderungen der EnEV 2007, ist er in jedem Fall gültig.

Wird die Umsetzung der Energieeinsparverordnung kontrolliert?
Die zuständigen Behörden der Bundesländer führen regelmäßige Stichproben durch, um die Umsetzung des Gesetzes zu prüfen. Denn die Kontrollbehörden sind per Gesetz dazu angehalten, einen bestimmten Prozentsatz der jährlich ausgestellten Energieausweise und Inspektionsberichte über Klimaanlagen durchzusehen. Dafür hilft ihnen seit der Energieeinsparverordnung 2014 die Registriernummer des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt), die jeder neu beantragte Ausweis trägt. Des Weiteren müssen Aussteller von Energieausweisen Kopien zwei Jahre lang aufbewahren und der zuständigen Behörde auf Nachfrage vorlegen. Können Hausbesitzer keinen Energieausweis vorlegen, drohen abhängig vom Verstoß Bußgeldstrafen bis zu 50.000 Euro.

Quelle:
Immowelt.de
Linkziel: http://ratgeber.immowelt.de/wohnen/hausbau/erneuerbare-energien/energiesparen/artikel/artikel/energieausweis.html
Stand: 11.11.2014

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