• 0421-95700810 Filiale Stuhr      
  •  0421-95700820 Filiale Bremen
Wir vermitteln Ihr altes und neues Zuhause!

Aktuelle Informationen und Neuigkeiten

Grundstücksrecht: Beurkundungspflicht des Bauvertrages

Ein Bauvertrag unterliegt grundsätzlich keinen speziellen Formvorschriften. Jedoch ist ein mit dem Bauträger geschlossener Vertrag dann notariell zu beurkunden, wenn er mit dem Kauf des Grundstücks eine rechtliche Einheit bildet. Nach der einhelligen Rechtsprechung ist hierbei entscheidend, ob nach dem Willen der Bauvertragsparteien der für die Bebauung notwenige Grundstückserwerb von dem Bauvertrag in der Weise abhängt, dass beide Verträge miteinander stehen und fallen sollen. Dieser Wille wird im Bauvertrag häufig dadurch manifestiert, dass die Bebauung auf einem ganz bestimmten Grundstück erfolgen soll. Die Frage der Formbedürftigkeit ist im Übrigen von der zeitlichen Abfolge der Verträge nicht abhängig und kann auch dann vorliegen, wenn beide Verträge nicht in einer Urkunde enthalten sind, sondern nacheinander geschlossen werden, so das OLG Koblenz.

Kommentar

Die Entscheidung ist vor allem relevant, wenn die Beteiligten des Kauf- und des Bauvertrages auf beiden Seiten identisch sind, da dann jeweils Kenntnis von der Verknüpfung der Verträge vorhanden ist. Nur durch die Beurkundung beider Verträge lässt sich Rechtssicherheit schaffen, da anderenfalls der Bauvertrag allein wegen der Formunwirksamkeit nichtig ist.

Quelle
bethge | immobilienanwälte

rechtsanwälte und notar
Rathenaustr. 12 - 30159 Hannover | Telefon: 0511 / 360 860 - Telefax: 0511 / 360 86 86
kontakt@bethge-legal.com - www.bethge-legal.com
Autor: Jens Christian Althoff - althoff@bethge-legal.com

Fundstelle: OLG Koblenz, Urteil vom 25. März 2014, 3 U 1080/13 - www.ibr-online.de

Hechler und Twachtmann Immobilien Logo

 

Zurück zur News-Übersicht